Posts

Puebla de Sanabria - Padornelo 26 km

Bild
  Es gibt Tage, da möchte ich am liebsten im Bett bleiben. Und so ein Tag ist heute. Ich habe sehr gut geschlafen und bin trotzdem todmüde.  Die Altstadt von Puebla de Sanabria liegt auf einem Berg. Um die Altstadt zu besichtigen, geht’s erstmal ordentlich hoch. Aber die Mühe lohnt sich! Wunderschön ist es hier und die Aussicht ist fantastisch 😍  Aus der Altstadt zurück auf den Camino zu kommen beginnt wieder wieder mit einer Herausforderung. Erstmal den Weg überhaupt zu finden... ein paar Spanier weisen den Camino Weg vorbei an einer Absperrung.... danach kommt die Herausforderung.... es kommt eine Brücke über einen ausgetrockneten und zugewachsenen Flussarm. Die Brücke ist ca 50 m lang und begehbar. Allerdings fehlt zwischendurch einiges und die Brücke wird schmal. Ca 1/2 Meter zum balancieren. Im Normalfall habe ich keine Probleme mit Höhenangst. Aber an der schmalen Stelle stand ich wie blockiert!!! Es hat einige Minuten gedauert bis ich in der Lage war weitergehen z...

Entrepeñas - Puebla de Sanabria 18,5 km

Bild
  Mein Mülltüten-Test von gestern war ein Erfolg. Die Lösung ist nicht optimal, es sammelt sich Feuchtigkeit in den Mülltüten. Aber immerhin stehen die Schuhe und die Innensohle nicht mehr komplett unter Wasser. Und ich habe keinen Schlamm mehr in den Socken! Zu Beginn des heutigen kalten Tages konnte ich ohne zusätzlichen Mülltüten Look losgehen. Kurz vor Mittag fing es wieder an zu regnen. Zum Glück kam endlich das nächste Dorf mit der rettenden Bar.   Nach der Pause geht’s bei Sonnenschein weiter, der allerdings schnell wieder in Regen und Hagelschauer umschlägt.  Auch hier ist, wie überall wenn es ins Tal runter geht, einiges überflutet. Also wird wieder fleißig gekraxelt.  Puebla de Sanabria liegt auf 899 m Höhe. Die Berge 🏔 sind nun zum greifen nahe. Morgen geht’s hoch auf 1360 m Höhe. Auf den Padornelo-Pass.... Hier noch ein kleiner Blümchen Gruß  Hasta Mañana 🏔

Calzadilla de Tera - Mombuey 27 km - Entrepeñas 13,5 km

Bild
Meine Schuhe sind präpariert und es kann losgehen in den nächsten Regentag. Der Weg beginnt matschig, aber das habe ich erwartet. Eine einsame Kirche mitten im Nirgendwo. Sehr interessant. Leider verschlossen. Es gibt nur einen kleinen Blick in den Innenraum.  Es ist traurig mit anzusehen wie die kleinen Dörfer immer mehr verfallen und aussterben. Man kann intakte und gut gebaute Häuser mitunter an einer Hand abzählen. Dennoch hält so manch verschlafenes Dorf eine Überraschung parat... Beim Umrunden des Stausees entdecke ich dieses Schild. In den verschlafenen Dörfern gibt es zwar auch eine Bar, entweder geschlossen oder öffnet erst um 14 Uhr. Die Spannung steigt... Ich kann es kaum glauben! Nach 3,5 km komme ich zu einer geöffneten Albergue. Draußen ist eine Glocke 🔔 Kein Problem, Kaffee und Kekse gibt es jederzeit. Es ist die private Albergue von Craig und Dorothea. Sie wohnen hier und haben im Nebengebäude eine kleine, aber feine Albergue eingerichtet. Diese Albergue ist immer ...

Villanueva de las Peras - Calzadilla de Tera 22 km

Bild
  Ein Regentag! Durch Matsch laufen, bis mir das Wasser und auch der Matsch in den Schuhen steht. Das ist leider die Kehrseite bei leichten Trailrunning Schuhen. Bei Regenwetter absolut unbrauchbar. Ein schöner Zwischenstopp ist die Kirche in Santa Marta de Tera. Eine romanische Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Hier befindet sich die älteste bekannte Darstellung eines pilgernden Jakobus   Gegenüber ist eine Bar. Dort lege ich erstmal in Zeitungspapier verpackt, meine Schuhe trocken. 😀 und wechsel  meine Matschsocken. Ich hoffe, das Wetter wird schnell wieder besser. 😇

Tábara - Villanueva de la Peras 15 km

Bild
  Aufgrund der fehlenden bzw. geschlossenen Herbergen ist diese Herberge eine Ausweich- möglichkeit. Eine schöne ruhige Etappe mit ein bisschen bergauf und bergab.  Allerdings verleitet eine solch ruhige Etappe auch zu allerlei Blödsinn. 😀 Peregrinos neigen dazu sich während langer Wanderung die ein oder anderen Wehwehchen zuzuziehen. Anatomisch sehr interessiert, habe ich inzwischen ein ganzes Ersatzteil Lager beisammen. Ich habe mir überlegt, heute in meinem Blog darüber zu schreiben. Kaum hatte ich diese Idee zu Ende gedacht.... taucht passend dazu im Graben neben mir der Großhandel auf. 😆 Also falls jemand etwas braucht.... (der Unterschenkel oben links ist schon weg!) Viel lieber als Knochen fotografiere ich natürlich Blumen 😍 Es ist ein Traum, ich könnte stundenlang diese bunte Vielfalt fotografieren. Diese intensiven Farben und auch die Gerüche sind Balsam für die Seele. 

Montamarta - Granja de Moreruela - Tábara 48 km

Bild
  Wieder einmal musste wegen fehlender Übernachtungsmöglichkeit etwas übersprungen werden. Der heutige Start ist in Granja de Moreruela. Es hat die ganze Nacht geregnet. Der Morgen beginnt kalt und nebelig. In Montamarta öffnet die Bar erst um 9:00 Uhr. Im Ort Granja sieht es eher schlimmer aus. Eigentlich mein heutiges Etappenziel. Drei Albergues geschlossen, drei Bars geschlossen. 🤷🏼‍♀️ Für mich allerdings ein wichtiger Ort. Ich verlasse heute die Via de la Plata. Es geht weiter über den Camino Sanabrés Richtung Santiago!  Ich bin immer wieder überrascht, wie schnell sich die Landschaft verändert und welche Vielfalt dieses Land zu bieten hat.  Das Highlight des Tages war eine echte Überraschung. Ich überquere eine schöne Brücke über den Fluss Esla. Am Ende der Brücke zeigt der Pfeil nach links. 👀 Meine Gedanken dazu:  Wie nach links?!? Da sind doch nur Felsen 🙀 Sí - vamos!  Bergauf und Bergab über Felsen. Es war unglaublich!!!! Wieder ein neues Abenteuer ?...

Zamora - Montamarta 20 km

Bild
  Auf dem Weg nach Montamarta im Ort Roales del Pan sehe ich dieses Wandbild. Es zeigt mir ganz deutlich, morgen ist es soweit! In Granja de Moreuela verlasse ich die Via de la Plata und der Weg führt weiter über den Camino Sanabres ca. 390 km nach Santiago. Wie schnell die Zeit verfliegt!  Heute am Sonntag laufe ich eine sehr ruhige Etappe. Ich nutze die Zeit für einige Telefonate, denn die Gelegenheit jemand auch zu erwischen ist sehr günstig.  In Montamarta wohne ich neben einer historischen Mühle. Sie wurde im Jahr 1914 erbaut und im  Jahr 1965 geschlossen. Mit viel Engagement wurde die Mühle bis 2014 restauriert  Ein sehr beeindruckender Rundgang vom Keller bis zum Dachboden in einer im original erhaltenen Mühle.